Grenzgänger Südbaden e.V.

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Grenzgänger / Aufenthalter in der Schweiz - Seit 1995

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Allgemeine Informationen für Grenzgänger und Aufenthalter in der Schweiz

Nachfolgend haben wir einige wichtige Informationen für Sie als Grenzgänger und Aufenthalter in der Schweiz aufgeführt:


1) Bewilligungen als Grenzgänger oder Aufenthalter im jeweiligen Arbeitskanton

Die Schweiz unterscheidet gem. ANAG (Bundesgesetz vom 26. März 1931 über Aufenthalt und Niederlassung der Ausländer) verschiedene Kategorien von Aufenthaltsbewilligungen:

Bewilligung zur Anwesenheit ohne Erwerbstätigkeit in der Schweiz

  • Touristen, Journalisten während 3 Monaten
  • Anwesenheit ohne Erwerbstätigkeit bei Familiennachzug
  • Schüler, Studenten, Kurgäste, Patienten, Rentner, Pflege- und Adoptivkinder

Niederlassungsbewilligung für Aufenthalter in der Schweiz (Ausweis C)

Deutsche Staatsbürger beispielsweise können nach fünfjährigem, ununterbrochenem Aufenthalt in der Schweiz die Niederlassungsbewilligung beantragen. Diese Bewilligung unterliegt keinen arbeitsrechtlichen Beschränkungen, und ihr Inhaber ist, abgesehen vom Stimm- und Wahlrecht, den Schweizern gleichgestellt.

Jahresaufenthaltsbewilligung für Deutsche in der Schweiz (Ausweis B)

Die Jahresaufenthaltsbewilligung erlaubt den ganzjährigen erwerbstätigen Aufenthalt in der Schweiz. Dies bedingt die Wohnsitznahme in der Schweiz. Die Bewilligung ist kontingentiert. Nach Erteilung ist sie 12 Monate gültig und muss jährlich erneuert werden. Diese Erneuerung ist i.d.R. eine reine Formsache.

Familiennachzugsbewilligung für ehemalige Grenzgänger

Wer die Jahresaufenthaltsbewilligung besitzt, kann seine Familie, mit dem Gesuch um Familiennachzug, nachkommen lassen (Ehefrau und Kinder unter Jahren). Grundsätzlich gilt eine Wartefrist von 12 Monaten, auf die jedoch bei Eigentümern oder Führungskräften des Unternehmens verzichtet werden kann.

Saisonbewilligung für kurzfristige Aufenthalter in der Schweiz (Ausweis A)

Betriebe mit saisonal schwankendem Arbeitsanfall können mit dieser Bewilligung Ausländer während höchstens neun Monaten pro Jahr beschäftigen (Hauptbranchen mit Sonderbewilligungen: Gastgewerbe und Bauwirtschaft). Ein Ausländer, der sich während vier aufeinander- folgenden Jahren insgesamt 36 Monate als Saisonnier in der Schweiz aufgehalten hat, kann die Umwandlung in eine Jahresaufenthaltsbewilligung beantragen.

Kurzaufenthalterbewilligung für Aufenthalter in der Schweiz

  • 6 Monate

Diese Bewilligung ist nur 6 Monate gültig und ist für Schlüsselpositionen gedacht, die lediglich zur Gründung des Unternehmens und der Einarbeitung des neuen Personals benötigt wird.

  • 120 Tage

Diese Bewilligung erlaubt den Aufenthalt und die Arbeit in der Schweiz während 120 frei wählbaren Arbeitstagen pro Kalenderjahr. Sie ist besonders geeignet für Kader, das nicht immer anwesend sein muss.

Grenzgängerbewilligung für in der Schweiz tätige Grenzgänger

Wer als Grenzgänger eine Erwerbstätigkeit ausüben will, braucht eine Grenzgängerbewilligung. Die Bewilligung ist nicht kontingentiert. Sie wird aber nur erteilt, wenn der künftige Grenzgänger seit mindestens sechs Monaten seinen ordentlichen Wohnsitz in der benachbarten (deutschen) Grenzzone hat und eine entsprechende Wohnsitzbescheinigung vorlegt. Die Bewilligung selbst wird durch den Arbeitgeber bei der kantonalen Fremdenpolizei/Ausländeramt beantragt. Dem Antrag auf Bewilligung muss die Wohnsitzbescheinigung zusammen mit einem Passfoto beigefügt werden. Die Bearbeitung des Antrages beträgt in der Regel zwei bis drei Wochen. Die erstmalige Bewilligung wird in der Regel für ein Jahr erteilt. Eine erteilte Grenzgängerbewilligung gilt nur für den Kanton, der sie ausgestellt hat. Hat der Grenzgänger seit fünf Jahren ununterbrochen eine Erwerbstätigkeit ausgeübt, so darf die Verlängerung der Bewilligung nur verweigert werden, wenn schwere Störungen des schweizerischen Arbeitsmarktes dies erfordern.

Der Grenzgänger darf keinen Wohnsitz in der Schweiz haben. Er hat täglich an seinen deutschen Wohnort zurückzukehren; arbeiten darf er nur innerhalb der Grenzzone. Eine vorübergehende Tätigkeit außerhalb der Grenzzone kann der Einsatzkanton in der Schweiz erlauben, wenn der Grenzgänger in einem Betrieb in der Grenzzone fest angestellt ist.

Die Kantone können Bewilligungen für Grenzgänger davon abhängig machen, dass der Betrieb einen angemessenen Anteil einheimischer Arbeitnehmer beschäftigt.

Bei Mitarbeitern, für welche eine Grenzgänger- oder Aufenthaltsbewilligung beantragt werden muss, erhält der Arbeitsvertrag folgenden Zusatz "Besondere Vereinbarungen: Die Einstellung erfolgt unter dem Vorbehalt der Erteilung der Arbeitsbewilligung durch die zuständigen Behörden."

2) Grenzzonen

Achtung: Die Grenzzonen sind seit dem 01.06.2007 entfallen!

Die Definition der Grenzzonen der Staaten Deutschland und Schweiz wurde im Bundesgesetzblatt 1992 Teil II Seite 920 abschließend zusammen- gefasst.

 

Es sind dies in der Bundesrepublik Deutschland:

die Stadt Freiburg, die kreisfreie Stadt Kempten (Allgäu),
die Landkreise Breisgau-Hochschwarzwald, Lörrach, Waldshut-Tiengen, Schwarzwald-Baar-Kreis, Tuttlingen, Konstanz, Sigmaringen, Biberach, Ravensburg, Bodenseekreis, Lindau (Bodensee) und Oberallgäu.

in der Schweiz:

Die Kantone Basel-Stadt, Basel-Land, Solothurn, vom Kanton Bern die Bezirke Laufen, Moutier und Wangen, vom Kanton Jura der Bezirk Delémont, der Kanton Aargau ohne den Bezirk Muri, der Kanton Zürich ohne die Bezirke Affoltern und Horgen, die Kantone Schaffhausen, Thurgau, St. Gallen, Appenzell I. Rh. und Appenzell A. Rh.

3) Temporäre Arbeitsverhältnisse in der Schweiz als Grenzgänger  

Der Grenzgänger, der von einem schweizerischen Unternehmen für temporäre Arbeit zur Verfügung gestellt wird, muss ebenfalls im Besitze einer Arbeitsbewilligung sein. Das Unternehmen für temporäre Arbeit und der Betrieb, der den Grenzgänger tatsächlich beschäftigt, müssen beide darauf achten, daß der ausländische Teilzeitarbeitnehmer im Besitze der entsprechenden Bewilligung ist.

4) Lohnauszahlung

Die Lohnauszahlung erfolgt durch den Arbeitgeber in den meisten Fällen durch Banküberweisung auf ein Bankkonto einer Schweizer Bank. Es ist ratsam, eine Bank in der Nähe Ihres Arbeitsortes oder Grenzübertrittortes zu wählen. Die Bankverbindung ist dem Lohnbüro mitzuteilen.